Es begann vor über 30 Jahren…………………………….
1977 kehrte Georg Winkler-Hermaden nach einigen “Lehr- und Wanderjahren” ins Weingut der Familie zurück. Schon damals wurde auf Rotwein sehr viel Wert gelegt. Unter seinem Vater, Burkhardt Winkler-Hermaden, war bereits der so genannte “Rote Ritter”, ein Blauer Zweigelt, als Spezialität bekannt.
Georg und seine aus Bayern stammende Frau Margot (die er vom Bier zum Wein bekehrte) waren fasziniert von der Idee, hier auf diesem Hügel im Steirischen Vulkanland nicht nur Weißweine, sondern auch einen Rotwein zu keltern, der Kraft und vulkanisches Feuer mit Eleganz zeigt. Und dies aus einer Rebe, die österreichischer nicht sein kann, eben aus dem in Klosterneuburg gezüchteten Blauen Zweigelt. Sie bepflanzten immer mehr alte, nach den Jahren der Reblaus aufgelassene Weingärten wieder neu mit Blauen Zweigelt. So wurden aus 0,75 Hektar bis jetzt 10 Hektar Zweigeltfläche, die Gesamtfläche des Weingutes wuchs auf 34 Hektar!!
Der Einfluss des pannonischen Klimas und die vulkanischen Böden bestärkten sie in ihrer Vision, im Weißweinland Steiermark mit einem ungewöhnlichen Rotwein zu punkten.
Das Verkosten von Weinen anderer Gebiete und Länder, das Streben nach immer höherer Qualität führte zu intensiverer Beschäftigung mit Reben und Natur, aber auch zum Einsatz von neuen Methoden und Technologien: mehr Laubarbeit, stärkeres Ausdünnen und Ertragsreduktion im Weingarten, Selektion der Trauben bei der Lese, andere Art der Maischegärung, biologischer Säureabbau bis hin zum Einsatz von kleinen neuen Holzfässern.
1985 wurden die ersten Barriquefässer angeschafft, die ersten noch aus französischem Holz. Drei Jahre später waren schon die ersten Fässer aus eigenen Eichen im Keller.
Mit dem Jahrgang 1988 war es dann soweit: Dieses Jahr brachte erstmals einen sehr ungewöhnlichen Rotwein hervor, kein “üblicher” Blauer Zweigelt, sondern “OLIVIN”. Namensgeber für diesen wertvollsten Rotwein aus den besten Lagen des Weingutes ist und war ein Halbedelstein vulkanischen Ursprung genannt Olivin.
“Grüner Kristall im Vulkangestein vereint Rebe und Eiche im Wein”
So steht es ein wenig mystisch auf dem Etikett geschrieben, denn auch die Eichen für die kleinen Holzfässer wachsen auf den gleichen Böden, im gleichen Klima auf dem Kapfensteiner Kogel.
Was am Anfang in ganz kleinem Umfang erzeugt wurde, entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zu einer unter Weinkennern bekannten Marke und wurde zum wichtigsten Wein des Kapfensteiner Weingutes. Mit dem Jahrgang 2007 wird nun der 20. Jahrgang präsentiert … und es wird nicht der Letzte sein!
Wie es weitergeht: Die Zukunftsvisionen der nächsten Generation

Christof Winkler-Hermaden
Christof Winkler-Hermaden (22 Jahre, Absolvent HBLA Klosterneuburg)
“Der Olivin, der als unser rotes Aushängeschild gilt, ist noch lange nicht am Ende seiner Reise angelangt. Die letzten Jahre wurde er durch immer peniblere Arbeit im Weingarten reintöniger und konzentrierter. Die teils 40 Jahre alten Rebstöcke tragen mit dem Alter nun weniger, die Trauben sind extraktreicher, deswegen jedoch nicht unbedingt alkoholreicher. Die Tannine wirken strukturierter und der Wein dunkler und komplexer.
In Zukunft werden wir die Frucht, diese intensive rauchige, Weichselschokoladenfrucht mit Eukalyptusnoten, stärker hervorheben und den Körper voller, jedoch nicht marmeladig oder plump, sondern vielmehr so wie bis jetzt, muskulöser und eleganter gestalten.”
Interessanter Beitrag! Gebookmarkt